Willkommen beim FMH
   
 


Bei der Göppingen GÖ2 handelt es sich um eine wegweisende Hirth`sche Segelflugzeug-Konstruktion von 1935 für doppelsitzige Schulung mit geschlossener Kabine zur besseren Verständigung mit dem Flugschüler. Sie wurde aus der GRUNAU 8 entwickelt, war jedoch in den 30iger Jahren ihrer Zeit zu weit voraus und wurde kein Erfolg. Die Doppelsitzerschulung setzte sich erst richtig in den 40iger Jahren durch. Aus diesem Grunde wurden nur sehr wenige Flugzeuge gebaut. Bis heute ist nicht bekannt, ob ein Exemplar komplett oder teilweise überlebt hat. Wir kennen konkret nur drei Flugzeuge, die alle offensichtlich zwischen 1935-1936 gebaut und ausgeliefert wurden.

Eines ist die ehemalige HB-182 „RIDA“ mit der Werknummer 18, die am 03.06.1936 fertiggestellt und zur S.G. Bern geliefert wurde (www.ig-albatros.ch/fundgrube-goe-2.html ). Mit Hilfe unserer Segelflugkollegen aus der Schweiz und Frankreich fanden wir heraus, daß diese GÖ2 1943 nach Frankreich verkauft wurde und bis 1958 in Castelnaudary und Puivert stationiert war. Sie wurde dann leider am 19.06.1958 in Puivert verbrannt, weil man Platz im Hangar benötigte.

Ein weiteres Exemplar ist die YR-ADM „BRASOV“ mit der Werknummer 3. Sie wurde 1935 oder 36 an den Aeroclub Brasov (Kronstadt) in Rumänien ausgeliefert . Laut des nationalen Luftfahrtregisters war sie vom 04.05.1936 oder (03.07.1935) bis zum 06.10.1944 zugelassen. Das weitere Schicksal ist uns unbekannt.

Das dritte Flugzeug, dessen Werknummer und Baujahr uns nicht genau bekannt sind, wurde mit dem Frachtschiff Antonio Delfino der Reederei Hamburg Süd 1936 von Bremen aus nach Rio de Janairo verschifft. Über brasilianische Fliegerkollegen bekamen wir die Information, das diese GÖ2 ab März 1936 für einen Flugclub in der Nähe von Rio zugelassen war und das mit diesem Flugzeug zusammen mit einer Minimoa und 2 Grunau Babies im Dezember 1936 Demonstrationsflüge in Rio durchgeführt wurden. Wir versuchen gerade, die Spur dieser GÖ2 weiter zu verfolgen.

Falls jemand weitere Informationen oder Unterlagen zu diesem Flugzeugtyp hat, würden wir uns sehr über jede Unterstützung freuen.

(Quellen: IG Albatros Bern; Journal \"Vieilles plumes\"; Peter F. Selinger; Hellmut Hirth)





Das FMH hat einen Werkstattanteil der Echterdinger Flugsportgruppe, die mit dem ACS zusammen gegangen ist, gemietet. Dort wird gerade der Zustand des FMH-Baby IIb, über das ich vor geraumer Zeit schon an dieser Stelle berichtet habe, für eine Grundüberholung befundet. Desweiteren wird z.Zt. ein historischer Holz-Flugzeuganhänger zu einem Verkaufstand umgebaut.



Wir sind sehr glücklich, daß sich Werner und Hugo Roth entschlossen haben, ihren Kranich II, Bj.1938, den sie bis Anfang 2000 in gut dreijähriger Arbeit zusammen mit Hans Rothenbühler (Fips) liebevoll restauriert haben, in die Hände des Fliegenden Museums Hahnweide zu geben. Bei diesem Segler handelt es sich nach unserer Kenntnis um das älteste noch fliegende Exemplar dieses Typs. HB-475 wurde 1938 bei der Fa. Kittelberger in Bregenz im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) als Ausbildungsflugzeug für die Luftwaffe gebaut. Der Kranich war dann während des 2. Weltkrieges auf dem Ausbildungssegelflugplatz in Gaissau nahe der Schweizer Grenze stationiert. Mit dem Anrücken der französischen Besatzungstruppen 1945 ins Bodenseegebiet erging von deutscher Seite der Befehl, sämtliche Segelflugzeuge zu zerstören. Bei der Fa. Kittelberger wurde da „ganze“ Arbeit geleistet. Die Flugzeuge im Hangar in Gaissau wurden dabei wohl vergessen. So überlebte HB-475 neben 8 weiteren Kranichen und anderen Flugzeugen das Massaker. In einer abenteuerlichen Nacht- und Nebelaktion gelangten die Flugzeuge dann mit Unterstützung der Franzosen zur Segelfluggruppe Säntis in die Schweiz. Von dort wurden sie auf verschiedene Schweizer Segelflugplätze verteilt. So gelangte HB-475 an den Genfer See. 1960 wurde der Flieger nach Heidenheim verkauft und machte dort 1962 seinen letzten Flug. 1968 kaufte ihn die Segelfluggruppe Schaffhausen. Das Schweizer Luftamt bescheinigte ihm jedoch keine Flugtauglichkeit mehr und so musste der Kranich seinen Leben wenig später als Dekoobjekt (Neck`s Jumbo) in einem Schweizer Autohaus fristen. 1996 konnte Hugo Roth ihn dann nach langen Verhandlungen „freikaufen“.



Berthold Schwartekopp vom Modellflugclub Rommelshausen e.V., der schon unsere Slingsby T21 wunderschön nachgebaut hat, besuchte uns dieses Mal in der SCS-Werkstatt mit seinem neuesten Werk; einem FAFNIR 1 mit fast 4 Metern Spannweite. So trafen sich WOLF und FAFNIR in artgerechter Umgebung.




««« ««  1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8  »» »»»


[Admin] :: Powered by MyGallery 1.8.1