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Fertigung Bachem NATTER im Werk WOLF HIRTH Nabern
Nachbau-Projekt NATTER

Die Bachem Ba 349 Natter ist ein in der Endphase des Zweiten Weltkriegs von der Firma Bachem in Waldsee entwickeltes Raketenflugzeug mit einer Maximalgeschwindigkeit von 860km/h zur Abwehr von Bombenflugzeugen. Es wurde aus Holz unter Vermeidung von „Sparstoffen“ (Aluminium, Edelstahl, Gummi…) gefertigt. Bachem beauftragte u.a. Wolf Hirth, eine Kleinserie in Nabern zu bauen (ca.10 Stück). Dies lag nahe, da Bachem und Hirth sich gut vom Studium an der TH Stuttgart kannten und die gemeinsamen Begründer der AKAFLIEG-Stuttgart waren. Offensichtlich waren auch bei der Fa. Klemm 40-50 Einheiten bis Ende des Krieges in Fertigung.
Geplant war, bei der Operation KROKUS von ortsfesten Startrampen zu starten und in einem Anflug mit Hilfe einer Raketenbatterie feindliche Bomber abzuschießen. Bei der Natter handelte es sich um ein Verlustgerät. Der Pilot sowie wertvolle Teile der Maschine sollten durch Fallschirme gerettet werden. Die Bachem Ba 349 „Natter“ ist nie zum Einsatz gegen alliierte Bomber geflogen. Es gab einige antrieblose Schleppflüge mit der Natter, um die Flugeigenschaften zu testen. Neben mehreren unbemannten Starts machte Lothar Sieber am 1. März 1945 mit einer Natter den ersten bemannten Raketenstart der Welt vom Truppenübungsplatz Heuberg. Leider endete der Flug in einer Katastrophe mit tödlichem Ausgang und blieb der einzige bemannte Senkrechtstart einer Natter.
Es waren auch Startrampen ganz in der Nähe des Werkes Nabern geplant, wie die heute noch verbliebenen Fundamente der Rampen in einem Waldstück nahe Holzmaden direkt neben der A8 beweisen.

Eine enthusiastische Gruppe in Speyer unter der Leitung von Klaus Müller arbeitet seit einigen Jahren an einem naturgetreuen Nachbau. Unter hohem Kosten- und Zeiteinsatz entsteht eine sehr authentische Replik , die nach Fertigstellung auch ein Stück Luftfahrtgeschichte um die Teck darstellen wird.
Weitere Informationen und Bilder anliegend (Quellen: Klaus Müller, Hellmut Hirth)




Während des 2. Weltkrieges musste die Fa. Möbel Weller in Nürtingen die zivile Produktion auf die Fertigung von Flügelnasen für das Jagdflugzeug Messerschmitt Me109 umstellen. Geeignetes Material war gerade gegen Ende des Krieges knapp. Deshalb wurde 5-fach verleimtes 5mm starkes Flugzeugsperrholz genommen, das in einer Presse verformt und mit einer dünnen Aluminiumbeplankung versehen wurde. Mehrere Flügelelemente (voraussichtlich für die Vorflügel) sind vor kurzem bei Auflösung einer Firma aufgetaucht. Der Flugsportverein Nürtingen gelangte an diese Teile und stellte sie freundlicherweise dem FMH für seine Sammlung zur Luftfahrtgeschichte um die Hahnweide und Teck zur Verfügung, worüber wir uns sehr freuen. Für weitere Informationen zu diesem Thema wären wir dankbar. Parallel dazu wurden ab 1943 bei Wolf Hirth in Nabern Höhenleitwerke und bei Schempp Hirth in Kirchheim Seitenleitwerke komplett aus Holz in Großserie gefertigt, die ab der Baureihe Me109 G6 zum Einsatz kamen. Bei Wolf Hirth in Nabern baute man ebenfalls einen Versuchsflügel für die Me109K aus Holz, dessen Bauweise sich für die Großserienproduktion jedoch als zu aufwendig erwies. (Bildquellen Peter Selinger, Karl Buck)



Unser Kranich hat nach unserer Kenntnis die Baunummer 821. Das Höhenleitwerk stammt aber laut angebrachtem Typenschild von der Baunummer 828, ehemals G-ALKH. Diesem Kranich wurde in dem englischen Thriller „The running man“ von 1963 eine Hauptrolle zu Teil, die ihm jedoch ein jähes Ende bescherte. Ein Versicherungsbetrüger stürzte sich mit dem einsitzig umgebauten Kranich ins Meer, täuschte seinen Tod vor und ließ seine Frau die Versicherungsumme kassieren. Er überlebte natürlich in dem Film und tauchte unter anderer Identität wieder auf. Offenbar hat man unser Höhenleitwerk an diesem „Filmstar“ vor seinem letzten Flug ersetzt, denn es macht noch einen ganz passablen Eindruck.









Offiziell hat die Restaurierung unseres WOLFs am letzten Wochenende begonnen. Dazu wurde das Flugzeug in die Werkstatt des Sportflieger-Clubs Stuttgart gebracht. Hier sollen alle Arbeiten durchgeführt werden. Begonnen wurde mit dem Abstrippen der Bespannung vom Tragwerk und einer entsprechenden Reinigung aller Bauteile. Regelmäßig freitags wird an dem Projekt gearbeitet. Wir werden in regelmäßigen Abständen über die Fortschritte auf unserer Homepage berichten. Wer Interesse hat, sich die Sache mal anzuschauen, ist freitags ab 20:00 Uhr herzlich willkommen. Ihr findet uns in der Blankensteinstraße 50b
70437 Stuttgart-Zazenhausen.





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